Aktuelle Information (Stand 10.01.2026):

Das Team der Solgrabenschule wünscht ein frohes neues Jahr!

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Neue dienstliche Mailadressen der Lehrkräfte sind online

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Solgrabenschule erhält Auszeichnung als „Mint-freundliche Schule“

Krakaufahrt

Mit Unterstützung des Wetteraukreises und der Bürgerstiftung Bad Nauheim unternahmen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Solgrabenschule eine bewegende Studienfahrt nach Krakau. Ziel der Reise war es, Geschichte hautnah zu erleben und sich mit den dunklen Kapiteln der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
In Krakau angekommen, erwartete die Jugendlichen ein vielfältiges Programm, das ihnen die reiche, aber auch tragische Geschichte der Stadt näherbrachte. Eine Stadtführung führte sie durch das historische Zentrum und das jüdische Viertel Kazimierz, einst ein blühendes kulturelles Zentrum. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung des ehemaligen Krakauer Ghettos, wo die Spuren des Holocaust noch heute sichtbar sind.
Ein Highlight – wenn auch im traurigen Sinne – war der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. „Ich bekam eine schreckliche Gänsehaut und frage mich, wieso Menschen so grausam waren und sind“, berichtet ein Schüler. In den Räumen der Gedenkstätte wurden die Schülerinnen und Schüler mit der bedrückenden Realität der NS-Verbrechen konfrontiert, so sehr, dass einige ihre Trauer und Emotionen nicht mehr verbergen konnten. Die Schilderungen der Opfer und die erhaltenen Relikte hinterließen einen tiefen und erschütternden Eindruck.
Ein weiterer besonderer Moment der Reise war die Begegnung mit der Zeitzeugin Frau Anna, die im jüdischen Museum ihre bewegende Lebensgeschichte erzählte. Diese Begegnung verdeutlichte den Jugendlichen die Bedeutung von Erinnerungsarbeit und die Relevanz von Menschlichkeit und Toleranz in der Gegenwart.

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Zweite interne Berufsmesse an der Solgrabenschule

Die Solgrabenschule führte kürzlich die zweite interne Berufsmesse, organisiert vom BSO-Team (Berufsorientierung), durch und brachte dabei regionale Betriebe aus den Bereichen kaufmännisch, sozial, handwerklich und technisch direkt in die Schule.

Die Veranstaltung legte den Fokus auf die Stärkung der dualen Ausbildung und schuf eine einzigartige Plattform für den Austausch zwischen Schule und Arbeitswelt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten die Möglichkeit, sich mit Vertretern verschiedener Unternehmen zu vernetzen und Einblicke in potenzielle Karrierewege zu gewinnen.

Ein zentrales Element der Messe war das Networking zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den Ausstellern. Dies förderte nicht nur den Wissenstransfer über verschiedene Berufsfelder, sondern schuf auch Raum für Innovation und Verbesserung. Die Schülerinnen und Schüler konnten gezielt Fragen stellen, Praktikumsmöglichkeiten erkunden und wertvolle Kontakte für ihre berufliche Zukunft knüpfen.

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Besuch von MdB Heidt an der Solgrabenschule

Der Wetterauer FDP-Bundestagsabgeordnete Peter Heidt besuchte gemeinsam mit der FDP-Stadtverordneten Paula Preiß die Solgrabenschule in Bad Nauheim. Dort trafen sie den stellvertretenden Schulleiter Marc Englert sowie Konrektor Jan-Niklas Meisinger. Die Mittelstufenschule, an der aktuell 737 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, ist Teil des Startchancen-Programms der Bundesregierung, das gezielt Schulen mit hohem Förderbedarf unterstützt.

Die Solgrabenschule kooperiert erfolgreich mit der beruflichen Schule am Gradierwerk in Bad Nauheim, wodurch den Schülerinnen und Schülern nach ihrem Abschluss eine Übernahmegarantie ermöglicht wird. Diese enge Zusammenarbeit beeindruckte Peter Heidt besonders, da in Deutschland immer noch zu viele Kinder ohne Schulabschluss die Schule verlassen und der Bildungserfolg zu oft vom Elternhaus abhängig ist. „Genau hier setzt das Startchancen-Programm an – es soll diese Ungerechtigkeit ausgleichen und den Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrer Herkunft eine bessere Zukunft ermöglichen,“ betonte Heidt.

Das Startchancen-Programm zielt darauf ab, Bildungsunterschiede zwischen den verschiedenen Bundesländern auszugleichen. Marc Englert und Jan-Niklas Meisinger zeigten sich erfreut über die Aufnahme der Solgrabenschule in das Programm, äußerten jedoch den Wunsch, dass das Programm über die geplante Laufzeit von zehn Jahren hinaus bestehen bleibt. Peter Heidt stimmte dem zu und betonte die Bedeutung einer regelmäßigen Evaluation des Programms, um die erfolgreichsten Maßnahmen langfristig zu übernehmen.

Mit einem Migrationsanteil von 60 % und der Bereitstellung von Intensivklassen steht die Solgrabenschule vor besonderen Herausforderungen. Um dem Bedarf gerecht zu werden, kooperiert die Schule mit dem Verein „Interkulturelle Kompetenz und Integration e.V.“, der zusätzlichen Deutschunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund anbietet. Diese Initiative ist von zentraler Bedeutung, um den Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Startbedingungen zu bieten.

Darüber hinaus ist die Solgrabenschule eine inklusive Schule, die u.a. auch Kinder mit körperlichen und psychischen Einschränkungen beschult. „Inklusion ist ein zentrales Anliegen der Schule und wir sind stolz darauf, auch diesen Kindern eine bestmögliche Förderung bieten zu können,“ so der stellvertretende Schulleiter Marc Englert.

Paula Preiß betonte ebenfalls die Bedeutung des Programms: „Es ist großartig zu sehen, wie engagiert die Solgrabenschule an der Integration und Inklusion ihrer Schülerinnen und Schüler arbeitet. Das Startchancen-Programm ist genau die Art von Unterstützung, die Schulen wie diese brauchen, um nachhaltig Chancen zu schaffen und alle Kinder bestmöglich zu fördern.“

Beide Schulleitungsmitglieder hoffen, dass das Startchancen-Programm so unbürokratisch wie möglich umgesetzt wird, um den täglichen Schulalltag zu erleichtern, anstatt ihn durch zusätzliche Verwaltungsarbeit zu erschweren. Peter Heidt sicherte seine Unterstützung zu: „Unser Ziel muss es sein, den Schulen mehr Flexibilität und Hilfe zu bieten, nicht zusätzliche Hürden. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Programm eine wirkliche Unterstützung für den Schulalltag ist.“

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An der Schule Glück gehabt

Starnberger Merkur vom 27.08.2024, Seite 11 / Report & Familienanzeigen


An der Schule Glück gehabt


Die Schule ist für viele Kinder und Jugendliche nicht unbedingt ein Ort des Glücks. Aber an manchen Schulen gibt es genau das als Fach. Eine Unterrichtsstunde zeigt, wie Achtklässler dem Glück auf die Spur kommen.


Bad Nauheim/Heidelberg/Regensburg – Die zehn Schülerinnen und Schüler im Klassenraum überlegen, was für eine Freundschaft wichtig ist. In dieser Stunde steht für sie das Fach „Glück“ auf dem Plan. „Einsamkeit ist so gesundheitsschädlich wie Rauchen oder Fettleibigkeit“, lesen sie aus einer Information vor. Jungs und Mädchen arbeiten getrennt, schreiben auf, was Freundschaft für sie bedeutet. Janis erklärt: „Ein Freund muss respektvoll mit einem umgehen, sich Zeit nehmen, zuverlässig sein, geduldig und freundlich. Das Wichtigste ist, dass Freunde sich vertrauen können.“

Sarina sagt: „Eine Freundin muss hilfsbereit sein, ehrlich, loyal und vertrauensvoll. Sie vergleicht einen nicht mit anderen und ist bereit, Verantwortung in der Freundschaft zu übernehmen.“ Nach der Stunde erklärt Lehrer Marc Englert: „Freundschaft ist ganz wichtig für Glück.“ Fast alle Schülerinnen und Schüler nennen Vertrauen als zentralen Wert. Zu dessen Förderung mache die Klasse praktische Übungen, etwa die „warme Dusche“, bei der sich die Schüler gegenseitig Komplimente machen. „Glück kann man lernen“, sagt Englert. Er ist stellvertretender Schulleiter der Solgrabenschule im hessischen Bad Nauheim. Seit der Pandemie seien viele Kinder „in einem Loch“, er beobachte Vorstufen von Manie oder Depression. Außerdem trauten sich Schüler in der Pubertät vieles nicht zu. Im Schulfach „Glück“ lernten sie, sich zu öffnen und anderen und sich selbst zu vertrauen. Seit Englert das Wahlpflichtfach an der Mittelstufenschule vor sieben Jahren einführte, sei es an der Schule fest etabliert und unter den Achtklässlern beliebt. Die Schülerinnen und Schüler bestätigen das: „Ich finde das Fach super“, sagt Janis. „Man lernt, das Glück besser zu verstehen.“ An Erkenntnissen hat er gewonnen: „Man sollte die kleinen Dinge im Alltag wertschätzen, die glücklich machen. Und wenn der Tag nicht so gut gelaufen ist, sollte man das Negative zum Guten wenden.“ Auch Sarina findet das Fach gut und hat über das Glück nachgedacht: „Glück sind nicht immer Geschenke, Glück ist Gesundheit und Familie.“ Beeindruckt hat sie im Unterricht, „dass Glück im Unglück erfahren werden kann“.


In dem besonderen Schulfach geht es darum zu erkennen, was Glück ist und was Glückskiller sind, wie der Lehrer erläutert. „Anerkennung ist der größte Glücksfaktor für die Schülerinnen und Schüler.“ Unglücklich mache sie hingegen die übermäßige Nutzung von Social Media, die Beleidigungen darin und die unerreichbaren Idealbilder. Im Unterricht gehe es darum, den kritischen Blick auf diese Zusammenhänge zu schärfen und das Selbstvertrauen zu stärken. Es gibt auch Noten im Fach – an der Solgrabenschule bisher zwischen Eins und Vier.

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