Mittelstufenschule

Ein Experiment
Ein Experiment

Vor einigen Jahren hat sich das Kollegium der Solgrabenschule auf den Weg gemacht, die pädagogischen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Grundlage für diese Entwicklung war die Neuausrichtung der pädagogischen Grundhaltungen.

Die pädagogische Zielrichtung unseres Mittelstufenkonzeptes basiert auf dem integrativen Aspekt des längeren gemeinsamen Lernens und beinhaltet damit auch gleichzeitig eine individuelle Förderung und Unterstützung und die Verzahnung von schulischen Lernbereichen und beruflichen Realitäten.

Die Vermittlung von fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen liegt uns besonders am Herzen. Dabei finden die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, die Breite der individuellen Begabungen und Neigungen sowie die Unterschiede im Lernverhalten besondere Berücksichtigung. Begabungen werden aktiviert und unterstützt. Die Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ist dabei eine ständige Herausforderung für den Lernprozess an unserer Schule.

Die Aufbaustufe 5./6. Klasse

Wir sehen diese beiden Klassenstufen als eine Einheit an, in der sich erste Orientierungsmöglichkeiten eröffnen. Alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs werden gemeinsam unterrichtet, wobei die Klassenhöchstgrenze sich bei 27 Schülern bewegt. Weiterhin haben wir ein „Sitzen bleiben“ abgeschafft.

Eine Schwerpunktsetzung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch in Kombination mit zusätzlichem Förderunterricht für Spitzen und Schwächen trägt den individuellen Voraussetzungen Rechnung. Regelmäßige Besprechungen in den Lehrerjahrgangsteams begleiten die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung. Durch die Bildung von Fächerverbünden und der damit verbundenen Projektorientierung können Themen in ihrem Gesamtzusammenhang erfasst werden. Selbstverständlich werden die Methoden- und die Medienkompetenz in den unterschiedlichsten Ausprägungen gefördert. Mit der Einführung des Faches „Digitale Schultasche“ sollen die Basisgrundlagen für den Erwerb des Europäischen PC-Führerscheins am Ende der Klassenstufe 9/10 gelegt werden. Ein obligatorisches Lesetraining, handwerkliche Erfahrungen im Werkunterricht sowie verschiedene Projekte zum Sozialen Lernen an außerschulischen Lernorten für alle Schülerinnen und Schüler dieser beiden Jahrgangsstufen runden diese Aufbauphase ab.

Stufe 5/6

Deutsch, Englisch, Mathematik mit je 5 Wochenstunden – TÜFF- Unterricht (Trainieren, Üben Fördern, Fordern) – Fächerverbünde: Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik und Wirtschaft), Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) und Ästhetische Bildung (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel), Sport, Religion/Ethik, Arbeitslehre – Projekt Soziales Lernen – Methodenlernen – LRS – Lesetraining – Digitale Schultasche Ziel: Europäischer PC- Führerschein

Die Klassenstufe 7

Auch in dieser Klassenstufe lernen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam ohne Unterscheidung der unterschiedlichen Schulformen. Es erfolgt eine Fortführung der Schwerpunktsetzung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch in Kombination mit zusätzlichem Förderunterricht für Spitzen und Schwächen, die sogenannten TÜFF-Stunden (Trainieren, Üben, Fördern, Fordern). Die Begleitung durch Lehrerjahrgangsteams wird ebenso weiterverfolgt.

Erst im zweiten Halbjahr dieser Jahrgangsstufe werden Empfehlungen für den „Praxisorientierten Bildungsgang“ mit dem Ziel eines Hauptschulabschlusses oder den „Mittleren Bildungsgang“ mit dem Ziel eines Realschulabschlusses ausgesprochen. Fächerverbünde, Projektorientierung und die Weiterentwicklung der Methoden- /Medienkompetenz haben weiterhin Bestand, ebenso das gemeinsame Lesetraining und das Projekt Soziales Lernen. Die Orientierung in einen arbeitsorientierten bzw. sprachenorientierten Zweig wird als erste Spezialisierung von Fähigkeiten angeboten (Wahlpflichtunterricht). Im sprachenorientierten Zweig kann man zwischen Französisch und Spanisch wählen.

 

Stufe 7

Deutsch, Englisch, Mathematik mit je 4 Wochenstunden – TÜFF- Unterricht (Trainieren, Üben, Fördern, Fordern) – Fächerverbünde Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik und Wirtschaft), Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) Ästhetische Bildung (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel), Sport, Religion/Ethik – Aufteilung in einen arbeits- (Wahlpflichtunterricht) und einen sprachenorientierten Zweig (Französisch/Spanisch) – Berufswegeplanung – Projekt Soziales Lernen – Methodenlernen – LRS/ Lesetraining – Digitale Schultasche Ziel: Europäischer PC-Führerschein

Praxisorientierter Bildungsgang Stufe 8 und 9

Dieser Bildungsgang führt mit dem Schwerpunkt einer berufs- und praxisorientierten Ausrichtung zum Hauptschulabschluss.

Die Stärkung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch erfolgt durch die Erweiterung der Pflichtstundenzahl und Förderkurse im Abschlussjahr. Fächerverbünde, Lehrerjahrgangsteams und die Hinführung zum Abschlusszertifikat „Europäischer PC- Führerschein“ sind weitere Unterrichtsinhalte. Das Fach Arbeitslehre gibt vielfältige Einblicke in die Berufswelt. Dieses wird durch einen praxis- und berufsbezogenen Unterricht unterstützt. In Kooperation mit den Beruflichen Schulen am Gradierwerk wird projekt- und praxisorientiert eine Vielzahl von Berufsfeldern erprobt und erfahren. Hauptfachrichtungen Gesundheit und Sozialwesen sowie Wirtschaft (Schwerpunkte: Ernährung, Hauswirtschaft, Gastronomie und Wirtschaft, Verwaltung) bereiten in Orientierungs- und Vertiefungsphasen auf die abschließende Projektprüfung in diesen Bereich vor. In der Jahrgangsstufe 9 soll für ein halbes Jahr ein wöchentlicher Praxistag in einem Betrieb den Anschluss an die Berufswelt ermöglichen.

Stufe 8 und 9

Praxisorientierter Bildungsgang

Deutsch, Mathematik, Englisch je 4 Wochenstunden – Fächerverbünde Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik und Wirtschaft) – Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) – Ästhetische Bildung (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel), Sport, Religion/Ethik - Berufsorientierung – Kooperation Berufliche Schulen am Gradierwerk (Blockpraktika) - Berufsbezogener Unterricht – 1 Praxistag pro Woche – Europäischer PC-Führerschein

Der Mittlere Bildungsgang Stufe 8 bis 10

Dieser Bildungsgang führt mit den arbeits- bzw. sprachenorientierten Zweigen zum Realschulabschluss.

Die Stärkung der Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch erfolgt durch die Erweiterung der Pflichtstundenzahl und Förderkurse im Abschlussjahr. Fächerverbünde, Lehrerjahrgangsteams und die Hinführung zum „Europäischen PC-Führerschein“ sind weitere Unterrichtsinhalte. Es ist geplant, den Gesellschaftslehreunterricht in Stufe 9/10 kursübergreifend bilingual anzubieten. Das Fach Arbeitslehre gibt vielfältige Einblicke in die Berufswelt. Betriebspraktika in der 9. Jahrgangsstufe ermöglichen eine praktische Verknüpfung. Zur praxisnahen Ausrichtung wird ein Teil des Unterrichts in den Räumen unserer Kooperationsschule BSG (Beruflichen Schulen am Gradierwerk) stattfinden. Wichtig sind uns die Vorbereitung und Förderung der Anschlussfähigkeit an weiterführende Schulen. Es werden Schwerpunkte in den Fachrichtungen Gesundheit/Sozialwesen und Wirtschaft (Ernährung, Hauswirtschaft, Gastronomie, Wirtschaft, Verwaltung) angeboten. Weiterhin sind Präsentationstechniken für den Prüfungsteil „Hausarbeitspräsentation“ von Bedeutung. Diese bezieht sich thematisch auf den berufsbezogenen Unterricht.

Stufe 8 bis 10

Mittlerer Bildungsgang

Deutsch, Mathematik, Englisch je 4 Wochenstunden – Fächerverbünde Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik und Wirtschaft), Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie), Ästhetische Bildung (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel) – Präsentationstechniken – Berufsorientierung/Weiterführende Schulen – Kooperation Berufliche Schule am Gradierwerk (Wirtschaft, Verwaltung, Technik, Gesundheit/Soziales) – Französisch/Spanisch – Betriebspraktikum – Cambridge-Zertifikat - Europäischer PC-Führerschein

Intensivklasse

  • Für Schüler mit wenigen deutschen Sprachkenntnissen.

Übergang nach Klasse 4 oder Klasse 6

  • Für den Übergang nach Klasse 4 oder 6 sollten Sie die Beratung durch Lehrerinnen und Lehrer der abgebenden Grundschule über die Eignung Ihres Kindes für eine der Schulformen unseres Erachtens als vorrangige Entscheidungshilfe ansehen.
  • Nach der Förderstufe ist eine Empfehlung der Klassenkonferenz für eine weiterführende Schulform erforderlich.