Forschungsarbeit an der Solgrabenschule zum Thema „Glück in der Kindheit – Schulfach Glück“

Fachleiter Hr. Englert mit den unterrichtenden Lehrkräften Hr. Alsleben, Fr. Gröger und Hr. Gleichner

Kürzlich wurden die Glückskurse an der Solgrabenschule im Rahmen des Masterstudiengangs „Inklusive Pädagogik und Elementarbildung“ der Justus-Liebig-Universität Gießen begleitet. Glückskurse? Seit nun mehr vier Jahren gibt es an der Solgrabenschule das Unterrichtsfach Glück als Wahlpflichtangebot ab Klasse 7. Schülerinnen und Schüler, die sich für dieses außergewöhnliche Fach entscheiden, haben hier die Möglichkeit theoretisch und praktisch an Themen wie Stressreduktion, Achtsamkeit und Wege zur inneren Zufriedenheit zu arbeiten. Das Schulfach arbeitet mit vielen Übungen, die Vertrauen, Wertschätzung und Empathie fördern und welche die mentale und soziale Stärke der Kinder bzw. Jugendlichen festigen sollen. Durch eine positive Grundeinstellung zu sich und anderen soll das Ziel eines gesteigerten Selbstwertgefühls und Vertrauen in sich selbst sowie Selbstachtung geschult und manifestiert werden. Die Kurse sind sehr beliebt und werden teilweise doppelt in einem Jahrgang unterrichtet. Neben Fachleiter Englert unterrichten vier weitere Lehrkräfte das Schulfach Glück. Gewürdigt wurde die schulische Umsetzung des Glücksunterrichts bereits in zahlreichen regionalen wie überregionalen Zeitungen, Zeitschriften sowie im Rundfunk. Besonders freute Fachleiter Englert jedoch die positive Würdigung von Moderator und Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen per Videobotschaft. Zu sehen ist diese auf der Homepage der Solgrabenschule.

Die Forschungsarbeit beschäftigte sich mit der Frage nach dem Glück, vor allem aber mit dem Schwerpunkt der heutigen Kindheit bzw. Jugend. Was macht Kinder von heute glücklich bzw. in welchen Situationen sind sie es? Können sie überhaupt glücklich sein, durch die vielen negativen Einflüsse und den steigenden Anforderungen? Als Grundlage diente neben den Erhebungen aus den Unterrichtsstunden auch eine ZDF- Studie zum Thema ‚Glück in der Kindheit‘. Die Ergebnisse der Studie wiesen auf, dass Grundschulkinder und Gymnasiasten deutschlandweit mehrheitlich glücklich seien, Haupt- und Realschulbesucher aber weniger glücklich wären. Die Solgrabenschule als Mittelstufenschule war daher prädestiniert für eine Forschungsstudie.

Die Ergebnisse der Forschung brachte beeindruckende Angaben zu Tage: Mehrheitlich fühlten sich sowohl Schülerinnen als auch Schüler nach dem längeren Besuch des Glückskurses zufriedener und ausgeglichener. Befragte Kinder gaben an, dass sie lernten, positiver auf eine Klassengemeinschaft einwirken zu können. Ebenso kristallisierte sich heraus, dass für die Schülerinnen und Schüler eine enge Vertrautheit zu einer Person oder Gruppe (Familie, Freunde, Klassenlehrer) entscheidend für ihr Glücklichsein ist. Zusammenfassend lässt sich die Studie als erfolgreich darstellen, so Fachleiter Englert, da sie aufzeigt, dass der Besuch des Schulfach Glücks das Wohl- und Glücksbefinden der Solgrabenschülerinnen und -schüler steigerte. Der Glücksunterricht ist somit in vielen Bereichen der kindlichen Lebenswelt eine Bereicherung. Ein gemeinsam erstelltes Portfolio kann auch über den Unterricht hinaus genutzt und stetig erweitert werden. Herr Englert wird nun in der nächsten Fachkonferenz die Details der Studie vorstellen und weitere Möglichkeiten für die curriculare Entwicklung erörtern.

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